Staubläuse: So bekämpfen Sie die Winzlinge

Staubläuse treten relativ häufig im Haushalt auf und sind das ganze Jahr über aktiv. Die lästigen Schädlinge können Allergien auslösen, wenn sie in größeren Mengen auftreten. Wir zeigen Ihnen, wie sich ein Befall mit Staubläusen äußert und wie Sie die Insekten nachhaltig bekämpfen.

Merkmale von Staubläusen

Die kleinen Tierchen werden auch mit Begriffen wie Holzläuse oder Bücherläuse beschrieben. Über 5.600 Staublausarten sind weltweit bekannt, rund 100 Arten kommen in Mitteleuropa vor. Staubläuse werden als Material- und Hygieneschädlinge eingestuft.

 

Sie erkennen die Insekten an folgenden Merkmalen:

  • bis 2 Millimeter lang
  • ovaler oder sackförmiger Körper mit bräunlich-beiger Farbe
  • dreieckiger Kopf mit seitlich sitzenden Augen
  • lange Beine und Fühler
  • es gibt Exemplare mit und ohne Flügel

Da Staubläuse sehr gut springen können, werden sie mitunter mit Flöhen verwechselt. Neben der springenden Fortbewegung ist für die Winzlinge eine ruckartige Laufbewegung typisch.

Lebensweise der Staubläuse

Staubläuse bevorzugen ein warm-feuchtes Klima mit einer Luftfeuchtigkeit von bis zu 85 Prozent. Beliebte Orte der Insekten sind:

  • Badezimmer
  • Küche
  • feuchte Fensterbänke
  • feuchte Kellerräume
  • Zimmerpflanzen

Im Laufe ihrer Lebenszeit, die ca. zehn bis zwölf Wochen dauert, legen sie etwa 100 Eier. Die Larven durchlaufen je nach Art drei bis acht Entwicklungsstadien, die 20 bis 40 Tage dauern.

Die Tiere fressen bevorzugt Schimmelpilze und Flechten, bedienen sich aber auch gern an Lebensmitteln auf Getreidebasis, z.B. Müsli, Mehl, Haferflocken, Reis oder Nudeln. Auch in Buchbeständen, die unter feuchten Bedingungen gelagert werden, fühlen sich Staubläuse sehr wohl. Unter diesen Bedingungen bildet sich ein hauchfeiner Schimmelpilzbelag auf den Büchern, der von den Insekten vertilgt wird. Sichtbar ist ein Befall an den Büchern durch feinen Papierstaub.

Wie gefährlich sind Staubläuse?

Die winzigen Insekten sind im Grunde genommen Lästlinge, da sie für den Menschen nicht gefährlich sind. Tauchen sie in großen Mengen auf, können sie aber Allergien auslösen. Außerdem ist der Kot der Staubläuse in Lebensmitteln ein Hygieneproblem.

Entdecken Sie die Insekten in Lebensmitteln, sollten Sie diese komplett entsorgen. Beim Essen der befallenen Produkte können Allergien ausgelöst werden, z.B. Hautreizungen, Niesanfälle oder Asthmaanfälle.

So bekämpfen Sie Staubläuse nachhaltig

Da Staubläuse im Haushalt bevorzugt an feucht-warmen Standorten auftauchen, sind sie eigentlich nur ein Symptom des ursächlichen Problems. Die einfachste Bekämpfung ist also, den Tieren die Lebensgrundlage zu entziehen, indem Sie die Luftfeuchtigkeit reduzieren bzw. die Ursache der entstehenden Feuchtigkeit beseitigen. Bei einer Luftfeuchtigkeit von 60 Prozent verschwinden die Tiere von selbst.

Außerdem sollten Sie zu Beginn alle Stellen mit dem Staubsauger behandeln, an denen sich die Staubläuse typischerweise aufhalten. Besonders dunkle Ecken hinter Möbeln, unter Teppichen oder Fensterbänken sind beliebt.

In der Regel hilft es schon, wenn Sie die Räume mehrmals täglich (drei- bis viermal) stoßlüften, für jeweils mindestens 10 Minuten bzw. immer nach dem Kochen oder Duschen/Baden. Zusätzlich helfen kleine Salzsäckchen, um die Feuchtigkeit zu binden. Hängen Sie nasse Wäsche möglichst außerhalb der Wohnung auf dem Balkon, im Garten, auf der Terrasse oder in speziellen Trockenräumen auf.

Bis die Winzlinge schließlich ganz verschwinden, kann es eine Weile dauern. Wenn sie jedoch dauerhaft für einen für die Tiere ungemütlichen Lebensraum sorgen, wandern sie von allein ab.

 

 

Bildquelle: Adobe Stock – Tomasz

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