Hunde in der Schädlingsbekämpfung

Der beste Freund des Menschen bietet viele Vorzüge, dient er uns doch bereits seit tausenden von Jahren als treuer Begleiter. In Polizei, Armee und Feuerwehr schützt er unser Leben und mit seiner feinen Nase findet er praktisch alles: von verschütteten Menschen über wuchernde Tumore bis hin zu verstecken Drogen. Auch in der Schädlingsbekämpfung werden zunehmend Hunde eingesetzt. Und sie sind dank ihrer feinen Nase richtig gut darin, kleine Schädlinge aufzuspüren.

Käferjagd mit Schlappohren

Einen großen Nutzen entfalten Schädlingsbekämpfungshunde vor allem in der Landwirtschaft. Besonders in den USA werden die Tiere darauf trainiert, eingewanderte Käferarten aufzuspüren, die keine natürlichen Feinde haben und für Pflanzen wie die Kokospalme gefährlich sind. Auch von Pilzen befallene Avocadobäume, kranke Zitruspflanzen und infizierte Pfirsiche erkennen die Hunde zuverlässig.

In Europa sind die Spürnasen im Einsatz, um unter anderem den asiatischen Laubholzbock und Zitrusbockkäfer aufzuspüren. Die beide aus Asien stammende Käferarten stehen auf der Quarantäneliste der EU, denn die Käfer schädigen Pflanzen, bis diese absterben. Von ihnen befallene Bäume müssen gefällt, gehäckselt und verbrannt werden.

Nase gegen Stiche

Nicht nur auf freiem Feld oder im Wald sind die Fähigkeiten von Spürhunden gefragt. Besonders Bettwanzen haben gegen die Vierbeiner kaum eine Chance sich vor ihnen zu verstecken. Die kleinen Tierchen, die sich liebend gerne in den Falten von Matratzen, zwischen Mauerritzen, unter Tapeten, hinter Bildern und in Möbeln verstecken, bereiten selbst Profis Probleme. Nur sechs Millimeter groß sind die Blutsauger, die sich meist erst durch einen juckenden Ausschlag ihrer Stiche bemerkbar machen. Dass sie zudem bis zu einem Jahr ohne Nahrung auskommen können, erschwert die Bekämpfung zusätzlich.

Trainierte Hunde sind in der Lage, Bettwanzen in deren Verstecken aufzuspüren – mit einer Erfolgsquote von über 90 Prozent. Darüber hinaus benötigen sie dafür gerade einmal halb soviel Zeit, wie ein Schädlingsbekämpfer. So lassen sich beispielsweise Hotelzimmer relativ schnell auf einen Befall hin untersuchen und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten.

Qualifizierte Schädlingsbekämpfung dank Zertifikat

In dem Bemühen, Qualitätsstandards zu gewährleisten, zertifiziert der Verband deutscher Schädlingsbekämpfer Suchhundeteams aus Tier und Hundeführer. Diese müssen vor einer Prüfungskommission einen entsprechenden Nachweis ihrer Fähigkeiten erbringen. Zudem empfiehlt der Verband darauf zu achten, dass die Hunde nicht übermäßig beansprucht werden. Eine maximale Einsatzzeit von 30 Minuten pro Tier gilt als Richtwert für einen verantwortungsvollen Einsatz.

Hunde – Geheimwaffe der Schädlingsbekämpfung

Hunde als Unterstützung in der Schädlingsbekämpfung sind noch eine relativ neue Entwicklung, gewinnen jedoch mehr und mehr an Zuspruch. Die hohe Trefferquote und das Tempo bei der Suche machen die Tiere zu einer effizienten Ergänzung eines jeden Teams. Besonders in größeren Arealen lässt sich mit Hunden eine schnelle und umfassende Suche organisieren und durchführen. Schädlinge lassen sich auf diese Weise schon in einem frühen Entwicklungsstadium aufspüren und können entfernt werden, bevor sie größeren Schaden anrichten.

Bildquellen: © pixarbay | peritas

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