Bettwanzen: Eine Gefahr in der Urlaubssaison

In den vergangenen Tagen hat der Juni uns hochsommerliche Temperaturen beschert – und uns daran erinnert, dass die Urlaubssaison bald vor der Tür steht. Dann heißt es für viele Menschen: Koffer packen und nichts wie ab ins Urlaubsparadies. Aber vor dem Aufbruch zur Ferienunterkunft sollten Sie sich unseren aktuellen Blog-Beitrag zu Gemüte führen – sonst kann es sein, dass Sie aus Ihrem langersehnten Urlaub einige unerwünschte Gäste mitbringen.

Was sind Bettwanzen?

Bei Bettwanzen handelt es sich um kleine braune Insekten mit einem flachen, ovalen Körper. Ausgewachsene Exemplare erreichen eine Größe von 3,5 bis 5,5 mm – in vollgesogenem Zustand kann eine Bettwanze sogar bis zu 9 mm messen. Daher sind sie auch mit bloßem Auge gut zu erkennen. Da die Tiere sehr flink sind, kann man sie sich fast überall „einfangen“ – nicht nur im Hotel oder Flugzeug, sondern auch, wenn man sich z.B. gebrauchte Koffer oder Möbel kauft.

Warum kommen Bettwanzen häufig in Hotels und Pensionen vor?

In den Zimmern von Hotels und Pensionen kommen jedes Jahr unzählige verschiedene Gäste unter. Schon ein einziger infizierter Koffer reicht aus, um Bettwanzen einzuschleppen – und diese wandern dann über Gepäckstücke der nachfolgenden Gäste in deren Zuhause ein. Um das zu vermeiden, sollten Sie Ihr Gepäck nach der Heimreise in der Badewanne auspacken. Auf der hellen Oberfläche lässt sich das Ungeziefer schnell erkennen – und Sie verhindern, dass das Ungeziefer auf bzw. in Ihre Möbel gelangt.

Bettwanzen eingeschleppt: Wie erkenne ich einen Befall?

Bettwanzen sind nachtaktiv. Das bedeutet, dass sie sich tagsüber weitgehend verstecken und relativ schwer aufzufinden sind. Neben den typischen Bissen gibt es eine Reihe weiterer Hinweise, die auf einen Bettwanzenbefall schließen lassen:

Bettwanzeneier

Bettwanzeneier werden nur ca. 1 mm groß und besitzen eine milchig-weiße Färbung. Demzufolge sind sie auf heller Bettwäsche und hellen Oberflächen nur schwer auszumachen. Zur Bekämpfung ist es essentiell, alle Verstecke der Eier zu finden.

Blutspuren

Bettwanzenbisse hinterlassen oft Blutspuren an der Bettwäsche. Da jedoch auch andere Insekten hierfür verantwortlich sein können, sollten Sie die Umgebung gründlich auf weitere Hinweise für einen Bettwanzenbefall untersuchen.

Geruch

Bei einem fortgeschrittenen Bettwanzenbefall ist ein unangenehm süßlicher Geruch feststellbar. Dabei handelt es sich um ein Sekret, das die Tiere absondern, um miteinander zu kommunizieren und andere Exemplare anzulocken.

 

Kotspuren

Ähnlich wie beim Floh ist auch im Kot von Bettwanzen Blut enthalten. Dies äußert sich in Form von kleinen schwarzen bis dunkelroten Flecken, die sich z.B. auf der Matratze befinden. Diese sollte regelmäßig gründlich untersucht werden.

Nymphenhäute

Im Laufe ihrer Entwicklung durchlaufen Bettwanzen diverse Wachstumsstadien. Dabei stoßen sie wiederholt ihre Haut ab, die als leere Hülle zurückbleibt. Auch tote Tiere sind ein deutlicher Hinweis auf einen Befall.

Welche Orte nutzen Bettwanzen als Versteck?

Bettwanzen ziehen sich gern an dunkle, ruhige Orte zurück. Neben Rissen in der Wand, der Wand,- Bodenfugenleiste und Rückseiten von Bildern kommt auch jegliches Mobiliar, Steckdosen, Lichtschalter und Sicherungskästen als Versteck infrage. Ein Irrglaube aufgrund des Namens der Tiere ist zudem, dass sich Bettwanzen nur im Umfeld von Betten aufhalten. Bettwanzen haben einen enormen Aktionsradius und könne meist bereits nach kürzester Befallszeit, in der gesamten Wohnung gefunden werden. Kissen, Decken, Kleidung oder Plüschtiere hingegen werden von Bettwanzen eher gemieden.

Wie erkenne ich, ob ich von einer Bettwanze gebissen wurde?

Bettwanzen sind nachtaktive Parasiten, die den Menschen „beißen“, während er schläft. Einmal an der Haut angelangt, beißen sie häufig an mehreren Stellen zu, solange bis sie ein Blutgefäß getroffen haben. Dadurch entstehen „Bissmale“, die oft in einer geraden Linie verlaufen und als sogenannte „Wanzenstraße“ bezeichnet werden. Ein Biss kann sich auf unterschiedliche Weise äußern: Die Reaktionen reichen von geringfügigen Hautreizungen bis hin zu starkem Juckreiz und extremer Quaddelbildung – ähnlich wie bei Mückenstichen oder einem Flohbiss.

Sind Bettwanzen eine Gefahr für die Gesundheit?

Bettwanzen sind mehr als nur lästig. Durch ihre Bisse sind sie imstande, eine Reihe von Krankheiten zu übertragen, z.B. den Erreger der Chagas-Krankheit. Dabei handelt es sich um einen Parasiten, der in die Muskelzellen des Körpers eindringt und diese schädigt. Auch der Herzmuskel kann betroffen sein. Die große Gefahr liegt in der Tatsache, dass die Infektion über Jahre unentdeckt bleibt; der Parasit kann sich also stark ausbreiten, ehe die Erkrankung erkannt und behandelt wird. Entgegen der allgemeinen Auffassung handelt es sich bei Bettwanzen also nicht nur um unangenehme Plagegeister, sondern um ein ernstzunehmendes Gesundheitsproblem.

Wie werde ich Bettwanzen wieder los?

Bei der Bekämpfung von Bettwanzen ist ein erfahrener Schädlingsbekämpfer unverzichtbar. Nur so haben Sie die Gewissheit, dass alle Bettwanzen, Eier und Larven beseitigt werden und kein Neubefall eintritt.

Haben Sie den Verdacht, Bettwanzen eingeschleppt zu haben? Dann nehmen Sie noch heute Kontakt zu uns auf. Wir klären ab, ob tatsächlich ein Bettwanzenbefall vorliegt und welche Maßnahmen nötig sind, um Ihr Zuhause wirksam und nachhaltig von den Schädlingen zu befreien.

Bildquelle: Adobe Stock – gamelover

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