Trauermücken bekämpfen: Diese Fehler sollten Sie vermeiden

Sie sind klein, können aber richtig lästig werden, insbesondere, wenn sie in Massen auftreten. Die Rede ist von Trauermücken. Empfehlungen zur Bekämpfung der Plagegeister gibt es viele – sie reichen von biologischen Mitteln über chemische Produkte bis zu Hausmitteln. Doch man kann auch einiges falsch machen bei der Bekämpfung, sodass die kleinen Fliegen doch immer wieder kommen.

1.    Fehler: Nur die adulten Tiere bekämpfen

Im ausgewachsenen Lebensstadium verbringt die Trauermücke ca. 7 Tage. In dieser Zeit vermehrt sie sich fleißig und legt ihre Eier in der Erde ab. Die Larven verbringen etwa 14 Tage in der Erde, verpuppen sich dann und nach ca. 7 Tagen schlüpft die erwachsene Trauermücke.

Allein die erwachsenen Tiere zu bekämpfen, z.B. durch zerdrücken, bringt also wenig. Selbst Gelbtafeln, an denen die Trauermücken kleben bleiben, sind daher nur bedingt geeignet, die kleinen Tierchen langfristig loszuwerden. Dafür müssen auch die Larven bekämpft werden.

Das ist z.B. möglich mit:

  • Nematoden – sie befallen die Larven parasitär
  • Raubmilben – fressen die Larven

2.    Fehler: Sand verwenden, aber weiter über die Oberfläche gießen

Sand ist ein leichter und sehr wirksamer Helfer bei der Bekämpfung der Trauermücke. Eine dünne Sandschicht auf der Erde reicht aus, um den Zugang zur Erde und damit die Eiablage zu verhindern. Denn Trauermücken benötigen einen feuchten Boden für die Eiablage.

Die Bedeckung der Erde mit Sand ist daher auch nur wirksam, wenn der Sand beim Gießen nicht befeuchtet wird. Sie sollten daher nur über den Untersetzer gießen – zumindest bis die Trauermückenplage komplett beseitigt ist.

3.    Fehler: Zu nass und zu warm

Dass Zimmerpflanzen eingehen oder Krankheiten aufweisen, liegt in der Regel weniger an deren Vernachlässigung, sondern an zu starkem Gießen – häufig natürlich in Kombination mit einem unpassenden Standort.

Ein zu feuchtes Substrat fördert die Ausbreitung der Trauermücken, insbesondere, wenn es dazu noch warm ist. Wenn Sie die Bekämpfung der Lästlinge angehen, müssen Sie die Pflanze daher unbedingt trockener halten. Wenn es die Pflanzenart verträgt, stellen Sie das Gießen am besten gleich für einige Wochen ein. Das schränkt die Vermehrungsrate der Tierchen auf jeden Fall ein. Wenn möglich, verfrachten Sie die betroffenen Pflanzen zusätzlich in einen kühleren Raum.

Noch einige Tipps zum Gießen, um es den Trauermücken schwer zu machen:

  • besser mehrmals pro Woche wenig gießen anstatt einmal pro Woche reichlich
  • die Erdoberfläche sollte sich nicht nass anfühlen – erst wieder gießen, wenn sie richtig abgetrocknet ist
  • wenn möglich, nur über den Untersetzer gießen

4.    Fehler: Minderwertige Blumenerde und falsche Lagerung der Erde

Mit minderwertiger Erde schleppen Sie meist die Larven oder Eier der Trauermücke ein. Außerdem bietet sie einen idealen Nährboden für die kleinen Fliegen. Bei hochwertiger Blumenerde mit hohen mineralischen Anteilen ist das nicht der Fall.

Angerissene Blumenerdepackungen sollten Sie immer kühl und trocken lagern. Außerdem sollten Sie die Beutel immer luftdicht verschließen.

Bildquelle: Adobe Stock – Stefan Eichner

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