Milder Winter – Schonungszeit für Schädlinge?

Inzwischen ertrinken manche Regionen fast im Schnee – dabei hatte es harmlos angefangen: Der Winter hat uns zunächst kaum Schnee beschert. Weiße Weihnacht? Fehlanzeige. In weiten Teilen des Landes wurde das Wetter von milden, beinahe frühlingshaften Temperaturen bestimmt. Für den einen oder anderen Sommermenschen mag das durchaus angenehm sein, aber für die Natur hätte ein dauerhaft mildes Wetter weitreichende Konsequenzen.

Ein milder Winter begünstigt Schädlinge.

Kälte, Frost und Schnee zum Schutz des ökologischen Gleichgewichts

Zu warme Temperaturen für die Jahreszeit bringen die Natur ziemlich durcheinander. Vereinzelt treiben dann bereits Frühblüher aus und viele heimische Säugetiere, die normalerweise Winterschlaf oder Winterruhe halten, sind aktiv. Dabei ist es gerade die Kälte, die viele Pflanzen und Tiere brauchen, um gut durch den Winter zu kommen. Bäume und Sträucher sind regelrecht auf Frost und Minusgrade angewiesen. Die Pflanzen verharren im Winter nämlich in einem Zustand der Winterruhe, bei dem sie nur über geringe Abwehrkräfte verfügen. Milde Temperaturen begünstigen jedoch die Vermehrung von Pilzen und Schädlingen, die die Rinde angreifen und im Ernstfall sogar das Holz schädigen können. Auch für die Landwirtschaft ist ein harter Winter von Vorteil, da der Frost in den Boden eindringt, diesen auflockert und gleichzeitig viele Schädlinge eliminiert.

Milder Winter – ein Risiko für Nützlinge

Nützlinge sind wichtig für das ökologische Gleichgewicht und bei Gärtnern und Landwirten gern gesehen. Gerade sie leiden jedoch unter dem milden Wetter, da sie äußerst empfindlich auf Temperaturschwankungen reagieren. Hummeln und Honigbienen halten beispielsweise Winterruhe, fliegen jedoch bei lauen Wetterphasen aus, da sie die warmen Temperaturen mit dem Beginn des Frühlings verwechseln. Allerdings finden sie keine Nahrung, da weit und breit keine Blüten zu finden sind. Die Folge: Die Hummel zehrt von ihren Fettreserven, die sie eigentlich im Frühjahr zur Nestgründung benötigt. Auch die Honigbiene hat mit einem erhöhten Energiebedarf zu kämpfen und verbraucht ihre Wintervorräte. Die Nützlinge laufen also Gefahr, im Fall eines plötzlichen Kälteeinbruchs zu verhungern.

Milde Winter lassen Schädlinge kalt

Ein richtiger, kalter Winter ist deshalb so wichtig, weil er ein natürliches Werkzeug zur Regulierung der Schädlingsbestände darstellt. Bleiben die Temperaturen jedoch mild, haben Wespen, Mücken, Blattläuse, Borkenkäfer und anderes Ungeziefer vergleichsweise gute Überlebensbedingungen. Das hat zur Folge, dass bisherige Schädlingsbestände erhalten bleiben, was – aufgrund der raschen Vermehrung – im neuen Jahr schnell zu einer ernsten Plage werden kann. Deshalb sollten wir uns über einen ordentlichen Winter freuen – denn die Natur braucht ihn dringend.

Schädlingsproblem? Bei A.S.S. sind Sie richtig!

Milde Winter beunruhigen viele Gärtner und Landwirte – völlig zu Recht, denn gerade für Nutz- und Zierpflanzen sind Schädlinge eine große Bedrohung. Im schlimmsten Fall kann es zu Missernten oder einem gänzlichen Absterben der Pflanzen kommen. Doch nicht nur das: Auch Mensch und Tier können durch eine Schädlingsplage, wie sie beispielsweise durch Wespen hervorgerufen wird, gefährdet werden. Haben auch Sie mit einem akuten Schädlingsproblem zu kämpfen? Dann kontaktieren Sie uns! Wir unterstützen Sie dabei, Haus und Garten wirksam von Schädlingen zu befreien.

 

Bildquelle: Fotolia – Татьяна Андрианова

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