Lebensmittelmotten bekämpfen: Wie kann man die Schädlinge wieder loswerden?

Lebensmittelmotten wie die Dürrobstmotte oder die Mehlmotte übertragen zwar keine Krankheiten, die Kotverunreinigungen können jedoch Allergien und Magen-/Darmbeschwerden auslösen. Außerdem können die Schädlinge Milben und Pilze einschleppen. Sie sollten also in jedem Fall Maßnahmen zur Bekämpfung der Lebensmittelmotten ergreifen, sobald Sie einen Befall bemerken.

Wie Sie dabei am besten vorgehen und welche Mittel beim Lebensmittelmotten bekämpfen am besten helfen, zeigen wir Ihnen im heutigen Beitrag.

Pheromonfallen bei Lebensmittelmottenbefall

Pheromonfallen sind sehr gut geeignet, um das Ausmaß des Befalls zu ermitteln und festzustellen, wo sich der zentrale Befallsort befindet. Bei den Fallen handelt es sich um mit einem Klebefilm benetzte Pappstreifen. Sie locken die männlichen Tiere mit einem Sexuallockstoff – die Tiere bleiben kleben und sterben.

Der Einsatz der Pheromonfallen ist auch nach der Bekämpfung der Motten sinnvoll, um zu ermitteln, ob die Maßnahmen erfolgreich waren.

Aber Achtung: Pheromonfallen sollten ausschließlich unter Aufsicht und Anleitung von erfahrenen Schädlingsbekämpfern auf dem Gebiet der Mottenbekämpfung eingesetzt werden, da man bei falscher Anwendung und bei übermäßigem Einsatz sehr schnell sämtliche Motten aus der gesamten Nachbarschaft zu sich locken kann.

Gründliche Suche und Reinigung

Die wichtigste Maßnahme bei der Lebensmittelmottenbekämpfung besteht darin, alle Lebensmittel auf einen Befall hin zu kontrollieren. Das gilt nicht nur für geöffnete, sondern auch für geschlossene Verpackungen, denn die kleinen Tierchen arbeiten sich mühelos durch Plastik- und Pappverpackungen.

Sind Lebensmittel befallen, erkennen Sie das an folgenden Merkmalen:

  • Gespinste
  • Larven
  • erwachsene Tiere – die Falter

Überprüfen Sie auch die Lebensmittel in Schraubgläsern und Kunststoffdosen, denn nicht immer lässt sich trotz dieser vermeintlich mottensicheren Verpackungen ein Befall ausschließen. Und: Nicht den Tee vergessen – sowohl losen Tee in Dosen und Plastikbeuteln als auch Teebeutel.

Ein weiteres Problem: Das Weibchen legt die Eier zwar in Lebensmitteln ab, die Larven suchen sich zur Verpuppung jedoch auch andere Orte fernab der Lebensmittel. Um die Motten in all ihren Lebensstadien zu beseitigen und damit eine weitere Ausbreitung zu verhindern, müssen Sie im Grunde genommen alle Gegenstände am befallenen Ort überprüfen und am besten mit Essigreiniger oder feuchten Allzwecktüchern abwischen bzw. alle Schränke und Schubladen auswischen.

Zum Verpuppen suchen sich die Larven einen dunklen, trockenen Ort, der sich auch hinter und unter den Schränken oder hinter den Scheuerleisten befinden kann. Beliebt sind auch die kleinen Bohrlöcher in den Schränken für die Befestigung der Regalbretter in beliebiger Höhe.

Um die Motten aus Ritzen oder Löchern zu entfernen, können Sie einen Föhn verwenden: Stellen Sie das Gerät auf die heißeste Stufe und halten Sie es mehrere Minuten an die jeweiligen Stellen. Derartig hohe Temperaturen überleben die Motten nicht.

Entsorgen Sie die befallenen Lebensmittel möglichst sofort draußen in der Mülltonne, um zu verhindern, dass sich Larven oder erwachsene Tiere durch die Mülltüten „nach draußen arbeiten“.

Schlupfwespen zur Bekämpfung von Lebensmittelmotten einsetzen

Als natürliche Feinde der Motten sind Schlupfwespen die ideale biologische Bekämpfungsmethode. Die Insekten messen nur ca. 0,4 Millimeter und sind daher für das menschliche Auge kaum sichtbar. Umso größer ist jedoch ihre Wirkung, denn die Schlupfwespe legt ihre Eier in den Motteneiern ab, die dadurch absterben. Finden die Insekten keine Motteneier mehr, verschwinden sie einfach wieder.

Schlupfwespen sind im Fachhandel in kleinen Kärtchen erhältlich und müssen über einen Zeitraum von ca. 10 Wochen mehrmals angewandt werden, um endgültig alle Lebensmittelmotten zu bekämpfen.

Einsatz von Repellentien – Motten vertreiben

Bei Repellentien handelt es sich um Stoffe bzw. Gerüche, die die Lebensmittelmotten vertreiben sollen. Unangenehm für Motten sind z.B. ätherische Öle von Lavendel, Orangen oder Pfefferminze. Eine nachhaltige Bekämpfung der Motten erreichen Sie damit jedoch nicht. Die Vertreibung mit ätherischen Ölen ist vielmehr eine vorbeugende Maßnahme, bzw. kann im Zuge der anderen Maßnahmen zur Bekämpfung der Motten mit eingesetzt werden.

Hilft alles nichts? Dann ist ein Schädlingsbekämpfer gefragt!

Wenn Sie die eben beschriebenen Maßnahmen in Kombination durchführen, sind Sie in der Regel auf der sicheren Seite und schaffen es, die Motten endgültig zu beseitigen bzw. ihre weitere Ausbreitung zu verhindern.

Sollten Sie jedoch feststellen, dass die Tiere wiederholt auftauchen, sollten Sie einen Fachmann für die Schädlingsbekämpfung beauftragen.

Bildquelle: Adobe Stock – JuergenL

1 Kommentar für “Lebensmittelmotten bekämpfen: Wie kann man die Schädlinge wieder loswerden?”

  1. Sehr informativer Beitrag, vielen Dank! Dass Lebensmittelmotten so oft in Vorratsschränken zu finden sind, liegt auch daran, dass sie im Gegensatz zu vielen anderen Lebewesen keine Wasserquelle zur erfolgreichen Entwicklung benötigen und sich daher in einem trockenen, warmen Umfeld am wohlsten fühlen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.