Feuerwanzen – eine regelrechte Plage im Sommer

Sie ist zwar kein Pflanzenschädling im eigentlichen Sinn, kann Haus- und Gartenbesitzern aber trotzdem gehörig die Laune vermiesen: Die Rede ist von der Feuerwanze. Hierbei handelt es sich um einen auffällig rot-schwarz gefärbten Käfer, der mit den ersten Sonnenstrahlen aus seinem Winterquartier hervorkrabbelt. Gerade im Sommer tummeln sich Feuerwanzen mit Vorliebe auf warmen Steinen oder Hölzern: Dazu gehören Terrassen und Gartenwege, aber auch Sitzbänke und sogar hölzerne (Haus-)Eingangstüren. Manchmal kommt es zu einer regelrechten Invasion durch Feuerwanzen, weshalb sie oft als Lästlinge gelten und bekämpft werden.

Warum ist die Feuerwanze kein Schädling?

Die Feuerwanze hat aufgrund ihres Namens einen schlechteren Ruf als sie verdient. Entgegen der allgemeinen Vermutung lebt sie nicht parasitisch. Tatsächlich trifft dies nur auf einen kleinen Teil der ca. 40.000 Wanzenarten zu – die meisten Vertreter sind also keine Parasiten. Demzufolge stellt die Feuerwanze keinerlei Bedrohung dar: weder für den Menschen noch für seine Haustiere oder Pflanzen.

Wie ernähren sich Feuerwanzen?

Feuerwanzen besitzen keine Beißwerkzeuge, sondern nehmen ihre Nahrung über einen Rüssel auf. Sie ernähren sich hauptsächlich von toten Insekten oder Pflanzensaft. Insbesondere Lindensamen stehen bei den Käfern hoch im Kurs – nicht verwunderlich also, dass sie sich gern unter den Bäumen mit den herzförmigen Blättern tummeln. Doch auch die Samen krautiger Malvengewächse oder der Robinie werden gern als Nahrung angenommen. Gleiches gilt für Akazien, Kastanien und Rosen. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass Sie Ihre Gewächse mit Insektiziden behandeln müssen. Es gibt deutlich umweltfreundlichere Methoden, die Gemeine Feuerwanze zu bekämpfen.

Hat die Feuerwanze natürliche Feinde?

Die Entwicklung der Feuerwanze vom Ei zum ausgewachsenen Insekt dauert zwischen zwei und drei Monaten. In dieser Zeit durchläuft sie vier Larvenstadien. Anders als bei vielen anderen Insektenarten sterben die ausgewachsenen Tiere jedoch im Winter nicht ab, sondern überwintern dicht gedrängt mit ihren Artgenossen – beispielsweise in Baumstämmen oder in Mauerritzen. Unter günstigen Bedingungen kann eine Feuerwanze bis zu zwei Jahre alt werden.

Generell steht die Feuerwanze im natürlichen Überlebenskampf sehr gut da, denn auch Singvögel sind keine nennenswerte Bedrohung. Die Ursache ist die auffällige Färbung der Feuerwanze: Dadurch ähnelt sie einer anderen, für Vögel ungenießbaren Käferart so sehr, dass auch sie als Beute gemieden wird.

Wie kann ich Feuerwanzen bekämpfen?

Feuerwanzen „verabreden“ sich mittels Duftstoffen an günstigen Futter- und Ruheplätzen. Diese Pheromone sind auch der Grund dafür, weshalb man Feuerwanzen besser nicht anfassen sollte. Wenn sich die Tiere bedroht fühlen, sondern sie einen unangenehmen Geruch ab. Dieser intensiviert sich, wenn man eine Feuerwanze zerquetscht – im Todeskampf dient diese Duftnote nämlich zur Warnung ihrer Artgenossen.

Eine deutlich einfachere (und humane) Methode, Feuerwanzen zu bekämpfen, ist es, die Tiere einfach mit Kehrschaufel und -besen von den betroffenen Oberflächen bzw. Pflanzen abzusammeln. Im Anschluss können Sie sie in guter Entfernung zu Garten oder Grundstück wieder aussetzen. Als vorbeugende Maßnahme empfiehlt es sich, abgestorbene Blüten einzusammeln und zu entsorgen – denn diese stellen die Hauptnahrungsquelle der Feuerwanzen dar.

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Bildquelle: Adobe Stock – Stefan

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