Tauben – im Sommer eine wahre Plage

In vielen Städten Deutschlands bietet sich gerade im Sommer für Touristen und Einheimische das gleiche Bild: Verwilderte Haustauben bevölkern öffentliche Plätze, Gebäude und Denkmäler. Eine Reinigung von verschmutzen Flächen, Statuen und Gebäuden ist sehr kostspielig und die Restaurierung stellt für die klammen Kassen der Kommunen einen erheblichen finanziellen Aufwand dar.

Tauben

Schwerwiegende Probleme für Städte und Gemeinden

Taubenkot, der sich über historische Fassaden verteilt, in Balkonen oder Dachstühlen ansammelt ist wahrlich kein schöner Anblick. Denn größere Mengen Taubenkot – dass können in einigen Fällen auch mehrere 100 Kilogramm sein – stellen eine ernstzunehmende gesundheitliche Gefahr dar. Auch der Balkon, den die Tauben als Nistplatz ausgesucht haben und nach und nach mit Kot verdreckt wird, muss so schnell wie möglich fachmännisch desinfiziert und anschließend gereinigt werden. Dies darf auf keinen Fall eine ungeschulte Person erledigen, sondern ist die Arbeit ausschließlich von ausgebildeten Desinfektoren.

Tauben sind nistplatztreue Tiere, die gerne in alte Nester zurückkehren. Wenn nach einer Reinigung oder Instandsetzung eines Gebäudes dieses nicht mit Schutzmaßnahmen vor erneutem Taubenbefall ausgestattet ist, befindet sich die öffentliche Hand schnell in großer Not.

Für Touristen sehr ärgerlich ist ein von Taubenkot verunreinigter PKW, geparkt auf einem öffentlichen Stellplatz in Stadtnähe. Auch hier können die säurehaltigen Exkremente für den Lack auf Dauer schädlich sein.

Tauben verursachen aber nicht nur materielle Schäden, sondern sind häufig Träger von Bakterien oder Krankheitserregern. Gerade für Allergiker stellt  dies ein echtes Problem dar. Nur wenige wissen, dass Tauben auch für den Befall von Bettwanzen in Hotels und Wohnungen verantwortlich sein können. Die nur wenige Millimeter kleinen Schädlinge leben in den Nestern und ernähren sich vom Blut der Tauben. Sind Brut und Elterntiere ausgeflogen, wandern die Bettwanzen in angrenzende Gebäude ab, um dort weiter ihr Unwesen zu treiben.

Nur der Profi kann bei der Lösungsfindung helfen

Wenn Tauben sich an Gebäuden niedergelassen haben, so lassen sich diese auf unterschiedliche Weise fernhalten. Eine Möglichkeit ist das Aufstellen von Taubenschlägen, welches die tierfreundlichste Taubenabwehr ermöglicht. Speziell trainierte Leittauben locken die Tauben von den Gebäuden weg hinein in den Taubenschlag. Die Tauben nehmen dann vornehmlich im Taubenschlag und nicht mehr am Gebäude Platz.

Wenn diese Möglichkeit nicht in Betracht kommt, sind die üblichen Methoden, wie die Montage von Netzen über Innenhöfe oder entlang einer Häuserfassade auch eine langfristige Lösung. Um einen regelmäßigen Ein- und Ausflug von Tauben in Balkone zu verhindern, hilft auch hier in erster Linie leider nur das Netz – andere Abwehrsysteme wie Spikes oder Feindraht zeigen keine Wirkung.

Um die Gefahr von Tierquälerei auszuschließen, ist die wichtigste Voraussetzung bei der Montage jeglicher Abwehrsysteme vor allem eine fachkundige und 100 prozentig einwandfreie Montage. Bei einer Vernetzung beispielsweise reicht auch die kleinste Öffnung, dass Tauben hinter das Netz gelangen, nicht mehr herausfinden und dann elendig verhungern müssen. Auch bei der Anbringung von Taubenabwehrspitzen sollten nur Profis die Montage durchführen. Leider ist es in der Praxis jedoch so, dass sich gerade Jungtauben bei den ersten Flugversuchen an den Spikes schwer verletzen können.

Bei der Überlegung zur Taubenabwehr sind daher immer alle Möglichkeiten in Betracht zu ziehen und es ist die für Mensch und Tier beste Variante zu wählen – auch wenn das nicht immer die günstigste ist!

Übrigens: Der Einsatz von Gift oder Fallen ist streng verboten und verstößt gegen geltende Tierschutzbestimmungen. Wer dabei erwischt wird, dass er Gift auslegt oder Fallen aufstellt, muss mit empfindlichen Geldstrafen rechnen.

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