Schäden durch Nager

Nagetiere verursachen

  • Schäden durch Fraß und Verunreinigung von Lebensmitteln
  • Übertragung krankmachender Keime auf Menschen und Haustiere
  • Bißschäden an Kabeln (Brandgefahr+Verbindungsprobleme), Verpackungs- und Isoliermatieralien sowie anderen Bauteilen
  • Gesundheitsschäden – kann u.a. durch allergenes Eiweiß im Urin bei empfindlichen Personen Asthma und Allergischen Schnupfen auslösen

Hausmäuse (Mus musculus domesticus)

  • Diese stammen ursprünglich aus dem südwestlichen Teil Asiens. Von hier aus wurden beide Spezies durch globalen Güteraustausch, also mit menschlicher Unterstützung, über die gesamte Erde verbreitet. Nager sind äußerst anpassungsfähig und kommen heute überall dort vor, wo es von Menschen errichtete Behausungen oder Versorgungseinrichtungen gibt. Extreme Hitze oder grimmige Kälte stellen für Nager generell kein Problem dar.
  • Ratten und Mäuse treten in aller Regel meist gemeinsam auf. Wo Mäuse es geschafft haben sich einzunisten, wird die Befallszahl rasch unüberschaubar und dauert es meistens nicht lange, bis aufgrund der typischen Gerüche auch Ratten anzutreffen sind. Die permanent erneuerten Markierungen der Nager locken stets weitere Artgenossen-, aber auch Marder an!!
  • Die Anpassungsfähigkeit der Nager ist enorm. Sie fühlen sich überall dort Zuhause, wo Nahrung und Nistmöglichkeiten im “erreichbaren Umfeld” gegeben sind. Ratten z.B. hausen in erster Linie in Kanalisationen, Lagerhäusern, Ställen, Schlachtbetrieben, alten- und abbruchreifen-, gering frequentierten oder stark begrünten Gebäuden, in Bahn- und Fahrbahndämmen, Wiederverwertungs- und Tierhaltungsbetrieben, in beruhigten Grünflächen, auf Müllkippen und überall dort, wo die feuchtesten Stellen des jeweiligen Umfeldes liegen. Ihre Nester bauen Wanderratten in der Regel an etwas trockeneren Orten wie in Kellern, leicht zugänglichen, alten oder defekten Gebäuden, unter Bodendielungen und Containern, in Stallungen, in Bahn- oder Fahrbahn-Dammkronen, unter Betonplatten- z.B. von Müllhäuschen usw.. Gerne graben sich Ratten auch in Gebäudenähe- bzw. in ruhigen Grünflächen oder Buschgürteln ein (Erdbauten) oder beziehen Komposthaufen.
  • Die (ehemals) graue Hausmaus hat sich im Laufe der Zeit mit heimischen Feldmäusen vermischt. Heute trifft man regional bedingt verschiedenste Färbungen dieser unerhört widerstandsfähigen, vermehrungsfreudigen Spezies an.
  • Hausmäuse leben bevorzugt in Gebäuden, können aber-, und das nicht nur in Sommer­monaten, durchaus auch längere Zeit im Freien verbringen. Hier graben sie sich (bevorzugt zumeist in Gebäudenähe), in Bekiesungen, Schüttungen, Kompostecken, unter Sträuchern und Bäumen usw. ausgedehnte Höhlungen.
  • Nager halten sich innerhalb von Gebäuden bevorzugt auch in ruhigen Bereichen wie Dachböden und Kellern auf, unter Fußböden, in Zwischendecken und in Abseiten, unter/hinter nicht bündig abschließenden Möbeln, in hohlen Mauern, hinter abgehängten Fassadenplatten oder einfach nur “in Gerümpel”. Hier werden Nester angelegt, wofür Isoliermaterialien und Werkstoffe jeder Art zerkleinert und verarbeitet werden.
  • Durch Nager werden an Dämmmaterialien und Unterkonstruktionen z.t. erhebliche Schäden verursacht. Abbrechende Fassaden sind gar nicht so selten, häufige Schäden sind aufgrund des Nageverhaltens beschädigte oder zerstörte Kabelleitungen, auch Kabelbrände, zerstörte Maschinen, Geräte und Materialien aller Art. Die speziell durch Nager-, hier besonders durch Wanderratten, angerichteten Schäden sind ungeheuer groß. Alleine in Deutschland verursachen Nager pro Jahr volkswirtschaftliche Schäden in Höhe mehrerer Milliarden Euro.
  • Mäuse bringen unter günstigen Umständen 6-7 Würfe mit jeweils 6-8 Jungen pro Jahr zur Welt. Aufgrund der raschen Erbfolge können so bis zum Ende eines Entwicklungsjahrs von einem Mäusepaar rd. 2000 Nachkommen abstammen.
  • Nager gefährden den Menschen und dessen Haustiere neben vorgenannten Materialschäden besonders über verunreinigte Waren und Lebensmittel, welche durch permanentes Absetzen von Kot, Urin und Gewölle (Fellreste) verseucht werden. Diese Stoffe enthalten eine ungeheuere Vielzahl gefährlicher Krankheitskeime. Als von Nagern ausgehende Erkrankungen gelten u.a. die Weil’sche Gelbsucht, die Salmonellose, Hirnhautentzündungen, u.v.m.. Neu wurde in unseren Breiten auch der als lebensbedrohlich eingestufte Hantavirus nachgewiesen.
  • Erste wichtige Schritte:
  • Grundsätzlich ist das Gebäude möglichst gegen das Eindringen von Schädlingen abzusichern, zumindest Nischen und Hohlräume sind abzudichten. Denn u.a. schlecht schließende Türen, Kanalisation, Hohlböden sind Eintrittspforten für die Tiere. Hier sollten allerdings ausschließlich harte Materialien zum Einsatz kommen, wie Metall oder Stahl. Ausschäumungen oder Gummiabdeckungen auch Aufputz hält hartnäckige Nager nicht davon ab, so lange an den Bereich “hinzuarbeiten”, bis dann doch eine Öffnung geschaffen wurde. Gerne beraten wir Sie bei einer Begehung zusammen mit entsprechenden Fachfirmen über erforderliche Maßnahmen. Auch ist eine Einschleppung durch Warenlieferungen nicht auszuschließen. Dies läßt sich allerdings nur durch eine strenge Wareneingangs und Lagerkontrolle verhindern. Wir weisen Sie auf entsprechende „Mängel“ schon bei unserer Erstbegehung und auch während der Kontrollmaßnahmen hin.
  • Auch die Installation von Kellerschachtabdeckungen aus Edelstahlgewebe -gerne bieten wir Ihnen diese Leistungen ebenfalls an- stellen ein weiteres Hindernis für Schadnager dar!
  • Bekämpfung durch Schlagfallen bzw. Lebendfallen:
  • Die Möglichkeiten einer Nagerbekämpfung durch Lebendfallen:
  • Es ist Vorschrift, daß Lebendfallen mindestens zweimal am Tag auf “Fang” kontrolliert werden, am besten morgens und abends. Dies muß zudem schriftlich protokolliert werden. Bevor man eine Lebendfall aktivieren kann, muß diese über mehre Tage angeködert werden, d.h. attraktive Köder werden in der Falle platziert, jedoch der Auslösemechanismus wird nicht aktiviert. Die Maus oder Ratte kann in Ruhe fressen und die Falle wieder verlassen. Durch diese Methode kann man im besten, aber eher seltenen Fall mehrere Mäuse auf einmal fangen. Eine einmal aktive Falle, muß jedesmal nach Entfernung des Tieres durch den Fachmann gründlich gereinigt, desinfiziert und geruchsneutralisiert werden, da Nager durch Aussonderung Ihres Urins einen Warnstoff für ihre Artgenossen hinterlassen. Weitere Tiere meiden dadurch diese Station gänzlich.
  • Ein großer Nachteil der Lebendfallenstationen ist neben der aufwendigen Wartung auch der hohe Preis pro Station: Bei Verwendung von deutlich günstigeren Kunststoffstationen, kommt es in häufigen Fällen zum “Ausbruch” der Nager – sprich sie nagen sich ins Freie! Daher ist der Einsatz von Metallstationen erforderlich, die um ein vielfaches teurer sind! Mittlerweile gibt es erfreulicherweise Metallstationen, die in der Lage sind, durch ein Drehmechanismus mehrere Mäuse “seperat” zu fangen – Eine tägliche Kontrolle der Falle ist jedoch notwendig, damit die gefangenen Tiere aus der Falle entnommen werden können. Durch ihre Größe, kann diese Art von Stationen in Kabelschächten, Decken, Bodentanks etc. nicht eingesetzt werden.
  • Der Einsatz von Schlagfallen:

Schlagfallen haben gegenüber der Beköderung und den Lebendfallen keine Vorteile, sondern eher nur Nachteile:

  • Zum einen kann diese Falle nur jeweils ein Tier fangen. Die Installationen mehrerer Stationen in Kabelschächten oder Bodentanks ist äußerst schwierig und aufwendig. Es dürfen keine Kabel oder sonstige Hindernisse im Weg stehen, um die Funktionalität der Schlagfalle nicht zu stören. Vor allem dürfen diese nicht in Reichweite von Personen, Kleinkindern, Hunden etc. liegen! Verletzungsgefahr! Oftmals tötet die Falle den Schadnager nicht sofort. Ein langer Todeskampf folgt, mit lautem schreien und quietschen. Dies warnt andere Artgenossen vor dieser Falle, die oftmals dann diese Fallen meiden. Auch kommt es immer wieder vor, daß Fallen durch Bodenerschütterungen einfach auslösen und dadurch erst nach dem nächsten Kontrollgang wieder aktiviert werden und bis dahin unbrauchbar bleiben. Auch hier müssen aus tierschutzrechtlichen Gründen, tägliche Kontrollmaßnahmen vorgenommen werden.
  • Einsatz wirkstoffarmer Köder:
  • Der Einsatz wirkstoffarmer Köder eigent sich für zwei Dinge:
  1. Befallsermittlung
  2. bedinger Einsatz in offener Lebensmittelproduktion
  • Dadurch ist es möglich, einen Befall frühzeitig zu entdecken, bevor größerer Schaden entsteht. Dann allerdings sollte sofort eine Umstellung auf Wirkstoffköder umgestellt werden.
  • Vorteil: Keine Kadaver
  • Nachteil:
  1. keine sofortige Bekämpfung
  2. Befall breitet sich ungehindert aus
  3. erneuter hoher Kostenaufwand bei Köderumstellung
  • Erforderliche Maßnahmen durch Beköderung:
  • Art und Umfang für eine Nagerbeköderung können wir im Vorfeld anhand der Gebäudegröße, Aufbau, Lage und unserer langjährig gesammelten Erfahrungswerte relativ gut erörtern. Notwendige Leistungsanpassung anhand der gesammelten Erkenntnisse durch erfolgte Kontrollgänge sind jedoch erforderlich.
  • Neben einem Übersichtsplan mit der aktuellen Position der Überwachungsstationen erhalten Sie nach jeder erfolgten Kontrolle und Wartung der Stationen einen Leistungsbericht anhand eines Servicebeleges. Bei einem Befallsbefund erhalten Sie zusätzlich eine Befallsübersicht mit. Dies ermöglicht Ihnen, Mitarbeitern in diesen Bereichen auf den vorausschauenden Umgang mit Lebensmitteln etc. hinzuweisen und dadurch mögliche Futterquellen erst gar nicht entstehen zu lassen. Wir bieten Ihnen kurzfristig eine entsprechende Anpassung der Beköderungslinien an. Dadurch wird jederzeit eine optimale Beköderung erreicht.
  • Die von uns eingesetzten Nagerköder mit den Wirkstoffen aus der Gruppe der Cumarinderivate weisen weder toxischen Dampfdruck auf noch sind die verwendeten Stoffe hautgängig. Die Köder verhalten sich geruchsneutral. Laut EU-Richtlinie ist es dennoch vorgeschrieben, in Bereichen mit Parteiverkehr oder allgemeinem Zugang für dritte Personen, Ködermittel jeglicher Art ausschließlich in abschließbaren, stabilen Sicherheitsköderstationen auszubringen. Nur hierdurch ist gewährleistet, dass jeglicher Kontakt durch Mensch oder Haustier mit Ködermitteln auszuschließen ist.