Archiv für Juli 2013

Tauben – im Sommer eine wahre Plage

Mittwoch, 24. Juli 2013

In vielen Städten Deutschlands bietet sich gerade im Sommer für Touristen und Einheimische das gleiche Bild: Verwilderte Haustauben bevölkern öffentliche Plätze, Gebäude und Denkmäler. Eine Reinigung von verschmutzen Flächen, Statuen und Gebäuden ist sehr kostspielig und die Restaurierung stellt für die klammen Kassen der Kommunen einen erheblichen finanziellen Aufwand dar.

Tauben

Schwerwiegende Probleme für Städte und Gemeinden

Taubenkot, der sich über historische Fassaden verteilt, in Balkonen oder Dachstühlen ansammelt ist wahrlich kein schöner Anblick. Denn größere Mengen Taubenkot – dass können in einigen Fällen auch mehrere 100 Kilogramm sein – stellen eine ernstzunehmende gesundheitliche Gefahr dar. Auch der Balkon, den die Tauben als Nistplatz ausgesucht haben und nach und nach mit Kot verdreckt wird, muss so schnell wie möglich fachmännisch desinfiziert und anschließend gereinigt werden. Dies darf auf keinen Fall eine ungeschulte Person erledigen, sondern ist die Arbeit ausschließlich von ausgebildeten Desinfektoren.

Tauben sind nistplatztreue Tiere, die gerne in alte Nester zurückkehren. Wenn nach einer Reinigung oder Instandsetzung eines Gebäudes dieses nicht mit Schutzmaßnahmen vor erneutem Taubenbefall ausgestattet ist, befindet sich die öffentliche Hand schnell in großer Not.

Für Touristen sehr ärgerlich ist ein von Taubenkot verunreinigter PKW, geparkt auf einem öffentlichen Stellplatz in Stadtnähe. Auch hier können die säurehaltigen Exkremente für den Lack auf Dauer schädlich sein.

Tauben verursachen aber nicht nur materielle Schäden, sondern sind häufig Träger von Bakterien oder Krankheitserregern. Gerade für Allergiker stellt  dies ein echtes Problem dar. Nur wenige wissen, dass Tauben auch für den Befall von Bettwanzen in Hotels und Wohnungen verantwortlich sein können. Die nur wenige Millimeter kleinen Schädlinge leben in den Nestern und ernähren sich vom Blut der Tauben. Sind Brut und Elterntiere ausgeflogen, wandern die Bettwanzen in angrenzende Gebäude ab, um dort weiter ihr Unwesen zu treiben.

Nur der Profi kann bei der Lösungsfindung helfen

Wenn Tauben sich an Gebäuden niedergelassen haben, so lassen sich diese auf unterschiedliche Weise fernhalten. Eine Möglichkeit ist das Aufstellen von Taubenschlägen, welches die tierfreundlichste Taubenabwehr ermöglicht. Speziell trainierte Leittauben locken die Tauben von den Gebäuden weg hinein in den Taubenschlag. Die Tauben nehmen dann vornehmlich im Taubenschlag und nicht mehr am Gebäude Platz.

Wenn diese Möglichkeit nicht in Betracht kommt, sind die üblichen Methoden, wie die Montage von Netzen über Innenhöfe oder entlang einer Häuserfassade auch eine langfristige Lösung. Um einen regelmäßigen Ein- und Ausflug von Tauben in Balkone zu verhindern, hilft auch hier in erster Linie leider nur das Netz – andere Abwehrsysteme wie Spikes oder Feindraht zeigen keine Wirkung.

Um die Gefahr von Tierquälerei auszuschließen, ist die wichtigste Voraussetzung bei der Montage jeglicher Abwehrsysteme vor allem eine fachkundige und 100 prozentig einwandfreie Montage. Bei einer Vernetzung beispielsweise reicht auch die kleinste Öffnung, dass Tauben hinter das Netz gelangen, nicht mehr herausfinden und dann elendig verhungern müssen. Auch bei der Anbringung von Taubenabwehrspitzen sollten nur Profis die Montage durchführen. Leider ist es in der Praxis jedoch so, dass sich gerade Jungtauben bei den ersten Flugversuchen an den Spikes schwer verletzen können.

Bei der Überlegung zur Taubenabwehr sind daher immer alle Möglichkeiten in Betracht zu ziehen und es ist die für Mensch und Tier beste Variante zu wählen – auch wenn das nicht immer die günstigste ist!

Übrigens: Der Einsatz von Gift oder Fallen ist streng verboten und verstößt gegen geltende Tierschutzbestimmungen. Wer dabei erwischt wird, dass er Gift auslegt oder Fallen aufstellt, muss mit empfindlichen Geldstrafen rechnen.

Hauswanzen – der Feind im eigenen Bett

Mittwoch, 24. Juli 2013

Gerade im Sommer stellt die Hauswanze, die im Volksmund besser als Bettwanze bekannt ist, eine regelrechte Plage dar. Die winzigen Parasiten ernähren sich vom Blut gleichwarmer Lebewesen, bevorzugen als Wirt auch den Menschen. Die Bettwanze ist ein Kosmopolit. Sie ist fast überall auf der Welt zu Hause – sogar in den Alpen in über 2000 Meter Höhe. Selbst in den Tropen und Subtropen gibt es eine dort lebende Unterart. Das ist auch der Grund, warum viele Wohnungen und Hotelzimmer zur Sommerzeit von den kleinen Krabblern befallen sind. Schnell ist es passiert, und Urlauber bringen die ungewollten Andenken im Gepäck mit nach Hause.

Hauswanzen

Die wenigsten wissen aber, dass ein Urlaub in heimischen Gefilden keinen Schutz vor den Parasiten bietet. Die eine Plage kommt mit einer anderen Plage einher: Tauben. „Die Ratten der Lüfte“ übertragen nicht nur Bakterien und Krankheitserreger, sondern beherbergen und ernähren in ihren Nestern auch Hauswanzen. Ist die Brut ausgeflogen, wandern die Plagegeister auch in angrenzende Wohnungen, um neue Nahrungsquellen zu erschließen. Einmal in den Schlafzimmern der neuen Wirte angekommen, hausen die Tiere in Ritzen und Spalten von Betten.

Zwar galt die Bettwanze in vielen Ländern als nahezu ausgerottet, dies verdanken die Menschen unter anderem den besseren Hygienezuständen. Doch durch den stark ansteigenden Fernreiseverkehr ist die Bettwanze wieder weit verbreitet zu finden. Als weiterer Grund für das weltweite neue Vorkommen von Bettwanzen lässt sich vermuten, dass die Insekten mittlerweile vielfach Resistenzen gegen die gängigen Insektizide entwickelt haben und niemals vollständig zu bekämpfen sind.

Starke Hautreaktionen und Entzündungen sind die Folge

Eine Bettwanze saugt in der Nacht – innerhalb von nur zehn Minuten – so viel Blut, dass sie ihr Körpergewicht fast versiebenfacht. Zwar ist eine Übertragung von Krankheiten durch Wanzenbisse bis heute nicht bekannt, dennoch können sie starke Allergien oder Entzündungen auslösen. Meistens bilden sich, durch den injizierten Speichel, rote, juckende Pusteln, die mehrere Tage anhalten können. In wenigen Fällen führen Bisse zu großflächigen Hautentzündungen.

Nur der Fachmann schafft wirksame Abhilfe

Sollte eines Ihrer Räume von Bettwanzen befallen sein, so ist ein Anruf bei einem Fachmann in jedem Falle ratsam. Ein einfaches Insektenspray ist keine adäquate Lösung. Sollten Sie in einem verwanzten Zimmer übernachtet haben, so müssen Sie Ihre komplette Wäsche bei mindestens 60 Grad für 30 Minuten in der Waschmaschine reinigen. Ein weiteres bewährtes Hausmittel: Packen Sie die Wäsche in einen Müllbeutel und frieren diese für zehn Stunden bei mindestens minus 17 Grad ein. Allerdings bietet dies nur einem minimalen Schutz vor einer weiteren Verbreitung.

Was sollten Sie im Falle eines Verdachtes von Wanzenbefall tun:

  • GANZ WICHTIG: Reagieren Sie sofort! Je länger Sie warten, um so größer wird das Problem.
  • Sammeln Sie ein paar der Tierchen in einer geschlossenen Dose und geben diese an einen fachkundigen Schädlingsbekämpfer, um die Art feststellen zu lassen – meist ist hierbei mit einer Bearbeitungsgebühr zu rechnen.
  • Vermeiden Sie in dieser Zeit größere Umräum-Aktionen in andere Wohnungen, Häuser oder Keller/Dachabteil. Dadurch kann der Befall in andere Bereiche verschleppt werden.
  • Wenden Sie auf keinen Fall im Handel erhältliche Bekämpfungsprodukte an, ohne vorher die Beratung eines fachkundigen Schädlingsbekämpfers eingeholt zu haben.
  • Der Aufwand einer fachgerechten Bettwanzenbekämpfung ist in der Regel nur in mehreren Schritten durchzuführen. Einmalmaßnahmen können das Problem niemals lösen! Die Kosten einer professionellen Bettwanzen-Beseitigung ist nicht günstig – sie können sich im Bereich um 1.000 Euro befinden!

Auch die oftmals als absolut giftfrei bezeichnete Methode Wärmebehandlung ermöglicht in der Praxis niemals einen 100 prozentigen Bekämpfungserfolg. Die traditionelle Schädlingsbekämpfung ist in jedem Fall ebenfalls erforderlich. Hierbei ist allerdings zu einer möglichst ökologische Bekämpfungsmethode zu raten!